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Presseartikel "Nordsee-Zeitung, Ausgabe 12.01.2009"



Nordsse-Zeitung


Presseartikel "Nordsee-Zeitung, Ausgabe 13.12.2008"



Nordsse-Zeitung


Presseartikel "IHK Magazin, Ausgabe 11 / 08"


Fliegen im schwer zugänglichen Gelände ist ein Markenzeichen

Bremerhavener Firma Heli Service International mit regional einzigartigem Leistungsspektrum

Eberhard Herr runzelt die Stirn: „Es stimmt ja: Wir könnten ruhig etwas bekannter werden. Denn mit unserem Dienstleistungsangebot ist unsere Firma im Großraum Bremerhaven einzigartig.“ Und weil das offensichtlich so ist, stellt Herr im Gespräch mit WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER die Heli Service International GmbH vor. Die hat ihren Sitz auf dem Gelände des Regionalflughafens Bremerhaven Am Luneort; Eberhard Herr ist ihr Gründer und Geschäftsführer.

Hubschrauber sind das Metier und die große Leidenschaft des Chefs von Heli Service International. Vier Hubschrauber vom Typ Bo 105 hat er im Einsatz. Weitere Maschinen werden für Ausbildungszwecke verwendet. Die Entscheidung für die Bo 105 war aus Herrs Sicht nahe liegend: Schließlich handelt es sich um das am häufigsten gebaute Nachkriegsfluggerät Deutschlands, von dem mehr als 1.500 Exemplare produziert wurden. Abnehmer waren Rettungsdienste, Polizei, Bundeswehr und andere.
Für die bis zu 230 Stundenkilometer schnelle Bo 105 mit einer Reichweite von ca. 500 km Kilometern oder drei Stunden Flugzeit spricht neben ihrem geringen Gewicht vor allem, dass sie über zwei Motoren und einen gelenklosen Rotorkopf verfügt.

Was man so alles mit Hubschraubern dieses Modells anstellen kann, dokumentieren Eberhard Herr und sein Team seit 2003 in Bremerhaven. Damals eröffnete das bereits 1987 gegründete Unternehmen eine Niederlassung in der Seestadt; Ende 2006 erfolgte der komplette Umzug von Egelsbach bei Frankfurt am Main in die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste. Am Firmensitz in Luneort werden übrigens nicht nur die eigenen Hubschrauber gewartet, sondern auch fremde Maschinen. Als Hauptauftraggeber benennt Eberhard Herr das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI).

„Mehr als 43.000 Flugstunden im gewerblichen Bereich.“

2004 richtete das Unternehmen eine Außenstelle auf dem AWI-Forschungsschiff „Polarstern“ ein. Seitdem starten Wissenschaftler von der „Polarstern“ aus an Bord von Hubschraubern der Firma Heli Service International – zum Erkunden von Arktis und Antarktis. „Erfahrungen im schwer zugänglichen Terrain sind eines unserer Markenzeichen“, kommentiert Eberhard Herr.

Die dürften sich auch im Bereich der Offshore-Windenergie bezahlt machen, die Heli Service International zu einem zusätzlichen Arbeitsschwerpunkt entwickeln will. Schließlich müssen die Windkraftanlagen auf hoher See gewartet und repariert werden. Dann kommt Heli Service International ins Spiel und schickt Hubschrauber los, mit deren Hilfe die Techniker auf die Plattformen der Anlagen gelangen. Vor diesem Hintergrund wurden im September für Mitarbeiter von Windenergie-Unternehmen die ersten Praxis-Seminare zumThema „Überleben auf See“ angeboten. Ort des Geschehens war das Areal des Marinefliegergeschwaders 3 in Nordholz im Landkreis Cuxhaven.

Von Aufträgen für das AWI und für Windenergie-Firmen abgesehen, wird bei Heli Service International auch mit Messflügen etwa für die Optimare Sensorsysteme AG, dem Befördern eiliger Produktionsmittel für die Automobilindustrie und mit Außenlasttransporten Geld verdient: Ausschließlich zweimotorige Hubschrauber werden von den Behörden zugelassen, wenn es zum Beispiel um Lastentransporte für Montage an Hochhäusern oder Antennenarbeiten in luftiger Höhe geht. „Bei uns sind schon mehr als 43.000 Flugstunden im gewerblichen Bereich zsammengekommen“, bilanziert Eberhard Herr.
Und er fügt hinzu: „Wir sehen noch jede Menge Potenzial.“

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